Auf dem Areal einer Borgfelder Hofstelle verbinden stilvolle Villen
die alte mit der neuen Zeit.

1905 war Borgfeld ein großes Dorf mit nicht ganz eintausend Einwohnern. In jenem Jahr errichtete die Landwirt-Familie Hilken dort eine Hofstelle mit Viehzucht und Ackerbau. Als der Ururenkel Heiko Hilken sich hundert Jahre später entschloss, die Hofstelle zu verkaufen, zählte Borgfeld mehr als achttausend Einwohner. Die Landwirtschaftsbetriebe waren immer weniger geworden, die Wohngebiete nahmen zu. Borgfeld aber blieb trotzdem Borgfeld – ein Dorf in der Stadt.

Längst hat Borgfeld eine moderne Infrastruktur. Geschäfte, Schulen, Kindergärten, Verkehrsmittel. Eine Stadt im Dorf, die jedoch in dem immer noch ländlich geprägten Stadtteil aufgeht. Diese Besonderheit hat dazu geführt, dass sich der Bauunternehmer Knirsch und der junge Landwirt Heiko Hilken begegneten und Uwe Klettke, statt nach Südafrika zu ziehen, in seine Heimatstadt zurückkehrte. An den Lehester Deich in Borgfeld.

In dem Jahr 2002, als die Verlängerung der Straßenbahnlinie 4 von Bremen-Horn nach Borgfeld eingeweiht wurde, übernahm Heiko Hilken die Hofstelle von seinem verstorbenen Vater. In den folgenden Jahren wurde in der Nachbarschaft Land als Bauland verkauft. Bald wollte er selber verkaufen und seinen Betrieb zu den Wümmewiesen hinaus verlegen. Durch die Vermittlung eines Architekten, der mit dem im seit vierzig Jahren in Schwarme ansässigen Unternehmen „Oentrich & Knirsch“ zusammenarbeitete, begegnete er dem Bauunternehmer Stefan Knirsch.

„Der ländliche Charme hat uns gereizt. Dazu die Infrastruktur. So leben wir selber gerne“, sagt Linda Voss-Knirsch, die als Ehefrau vornehmlich Bauherren bei der Ausstattung und Einrichtung der Häuser berät, die sie für sie bauen. Nach dem Grundsatz: Die Gegend muss Ambiente und Stil haben, dazu lebenspraktisch und bezahlbar sein.

2009 kaufte Oentrich & Knirsch von Hilken 10.000 qm Land um darauf 13 Wohneinheiten zu errichten. Und als Uwe Klettkes Onkel wieder einmal in Hilkens kleinem Hofladen an der Ecke Upper Borg / Lehester Deich einkaufte, erzählte man ihm:  „Bald ziehen wir von hier weg. Es ist alles verkauft, und wir müssen den Laden aufgeben.“ Der Onkel erzählte es seinem Neffen Uwe weiter, der auf einem Computer-Programm seit über einem Jahr ein neues Haus für sich und seine Frau konstruierte. Wo aber sollte es stehen?


Hand in Hand zum Wellnessbad
Die sanitäre Ausstattung der großzügigen Stadtvilla lässt keine Wünsche offen. Drei Bäder im Haus sind speziell auf die Vorlieben und Gewohnheiten der Eigentümer zugeschnitten. Als eingespieltes Team haben die Fa. Oentrich & Knirsch als Planer, Cordes & Gräfe als Lieferant hochwertiger Sanitärausstattung und die Fa. Ehlers + Otten als kompetenter Betrieb für Haustechnik die individuellen Vorstellungen des Ehepaars Klettke realisiert. So wurde z. B. rechtzeitig bedacht, dass die gewünschte Wasserfalldusche größere Rohre verlangt, um die für optimalen Duschgenuss benötigte Wassermenge zu transportieren.

„Wo ziehen wir jetzt hin?“ fragte Uwe Klettke seine Frau, als er mit 58 Jahren aufhören wollte zu arbeiten. Beruflich hatte es ihn von Bremen über Köln und Genf nach Trier geführt. Südafrika und die Toskana, wohin es ihn zog, schieden unter praktischen Gesichtspunkten aus. Nach Köln, wo die Kinder lebten? Aber die sollten sich nicht an ihre Eltern gebunden fühlen „Und dann haben wir gesagt, gut, ziehen wir nach Bremen zurück“, erzählt Uwe Klettke und blickt dabei gut gelaunt und zufrieden aus der großen Wohnküche auf den liebevollst gepflegten Rasen hinter seinem neuen Haus am Lehester Deich.

Es ist so etwas wie eine Paradeküche. „Dies ist schon das dritte Haus, das wir gebaut haben“, sagt Klettke. „Wir wussten also, das Leben spielt sich in der Küche ab.“ Dass er dort, wie an diesem Nachmittag, einmal an einem riesigen Tisch sitzen würde, dessen zentimeterdicke Teakholzplatte einmal als Fischerboot vor einem philippinischen Archipel auf dem Südchinesischen Meer geschwommen ist, ahnte er indessen nicht.

Nachdem Bremen als künftiger Wohnort feststand, wurde die in der Hansestadt lebende Verwandtschaft für die Grundstückssuche eingespannt, auch jener Onkel, der den kleinen Hilkenschen Hofladen an der Ecke Upper Borg kannte…

„Oentrich & Knirsch kannten wir noch nicht“, erzählt Klettke. „Da haben wir erst mal im Internet gegoogelt: Mein Onkel hat sich dann ihr Musterhaus in Schwarme angesehen und gesagt: Die arbeiten sehr vernünftig. Daraufhin sind wir hierher gefahren und haben das Grundstück gekauft.“ Und wer baut jetzt das Haus? Abermals wurde der Onkel eingespannt. Guck doch mal, wer da baut? Und da kamen wir wieder auf Oentrich & Knirsch.“

Seit über zweieinhalb Jahren wohnen sie nun im neuen Haus mit dem strahlend weißen Mauerwerk. An die 280 qm Wohnfläche über zwei Stockwerke, umgeben von einem 1500 qm großen Grundstück mit Garten und einem Rasen, den der Greenkeeper von Wimbledon angelegt haben könnte.

Ohne Keller, denn „einen Keller braucht man nicht, wenn man älter wird“. Waschküche und Hauswirtschaftraum befinden sich im Obergeschoss „denn die Wäsche fällt oben an und so muss man nicht hin und her laufen“. Planungs und Bauphase verliefen zügig und reibungslos.
Er habe ja auf dem Computer schon alles entworfen, und Herr Knirsch habe dann noch einmal sein Profi-Auge darauf geworfen und Vorschläge gemacht Und wenn mal etwas nicht ganz so zu verwirklichen war, sei es mit dem Bauführer problemlos geklärt worden.

„Während der ganzen Bauphase waren wir nur dreimal hier. Wir haben uns voll auf Knirsch verlassen. Und jetzt steht das Haus hier“, sagt Uwe Klettke und stellt bei diesen Worten eine Schachtel Pralinen auf den Tisch, passend zum Kaffee – aber im Grunde vor allem zum Haus: Mon chérie.

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Ein Grundriss als Ergebnis einer ungewöhnlichen Partnerschaft. Was der Architekt auf dem Reißbrett entwarf, hatte der Bauherr am PC bereits vorgefertigt.
Oben EG / Unten OG

IMG_9888„Die Melkerin“ im alten Ortskern. Doch Borgfeld hat seinen dörflichen Charakter nicht nur im Denkmal bewahrt. Es ist das Dorf in der Stadt geblieben.

P1010127Der Ursprung der neuen Stadtvillen. Die Hofstelle der Familie Hilken von 1905. (Bildquelle: Oentrich & Knirsch)

Fotos: Harald Hemmje

Oentrich & Knirsch GmbH


Seit über 40 Jahren hat die Firma Oentrich & Knirsch ihren Sitz in Schwarme. Gut vernetzt erschließt sie häufig neues Bauland. Gesellschafter und Geschäftsführer ist Stefan Knirsch.
Seine Ehefrau Linda Voss-Knirsch berät vornehmlich Bauherren bei der Ausstattung und Einrichtung ihrer Häuser. Grundsatz: Ein Projekt muss Ambiente und Stil haben und bezahlbar sein.

Oentrich & Knirsch GmbH – Hoyaer Straße 23 – 27327 Schwarme – Telefon 04258 93040
www.oentrich-knirsch.de