Dem Engagement von Bürgern aus Neubruchhausen ist es zu verdanken, dass die alte Wassermühle des Ortes, die im Jahre 1583 erstmals schriftlich erwähnt wurde, erhalten bleibt und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Von einem Investor initiiert, wurde ein Verein gegründet, der tatkräftig das unter Denkmalschutz stehende Anwesen saniert.

Eine besondere Herausforderung stellte die Erneuerung der Dächer dar. Die Arbeiten dafür übernahm der Dachdeckerbetrieb Thorsten Weniger aus Twistringen. Es galt, auf Scheunen die Dachstühle zu erneuern, Erker und Entwässerung zu renovieren, Dachfenster einzusetzen und nach entsprechender Dämmung die alten Ziegel wieder aufzulegen. Eine große Aufgabe brachte die Dachrenovierung der Wassermühle mit sich. Dort waren die alten Ziegel entsorgt worden.

Die Denkmalpflege verlangte jedoch, dass die Neueindeckung dem ehemaligen Dach optisch so nahe wie möglich kommen musste. Zunächst sollte dazu ein importierter Dachstein aus Beton verwendet werden. Dachdeckermeister Thorsten Weniger hatte Bedenken und sprach deshalb seine Genossenschaft an,
die Dachdecker-Einkauf Nordwest eG. Schnell war der Kontakt zum Ziegelhersteller Meyer-Holsen aus Hüllhorst hergestellt, der die hohen Anforderungen erkannte und Lösungen entwickelte.

Nach mehreren Brennversuchen mit einer keramischen Lösung aus Ton und einigen Musterziegeln des zuvor entworfenen Modells waren die Denkmalschützer zufriedengestellt und alle Beteiligten sich darüber einig, dass dieses zugelassene und sturmsichere Produkt dem ausländischen Betondachstein überlegen sei und sich optimal in das Gesamtbild einpasst. So gab es grünes Licht für die Produktion und schon bald hievte ein Kran die exklusiven Rautenbiber auf den neuen Abbund der Wassermühle. Die erfahrenen Dachdecker konnten dort mit der nicht alltäglichen schuppenförmigen Deckung beginnen.

Dachdeckermeister Thorsten Weniger, Thomas Heiken, Fachberater bei Meyer-Holsen und Raimund Schrader, Vertriebsleiter Dachdecker-Einkauf Nordwest eG sind zufrieden und stolz, gemeinsam eine Lösung gefunden zu haben. Das Resumee von Raimund Schrader: „Es ist für uns alle erfreulich, dass gegenüber dem qualitativ fragwürdigen Produkt eines ausländischen Unternehmens ein regionaler Hersteller in der Lage ist, diese anspruchsvolle Aufgabe zu lösen.“

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Fotoquelle: DENW