Die neue Wellness Lounge in der OASE:
Geschäftsführer Helmuth Gaber und die
Inneneinrichterin Marthe Gustavsson im Interview

Seit 17 Jahren ist die OASE im Weserpark in der Fitness- und Saunawelt ein Begriff. Nun ist ein neuer Anbau hinzugekommen, der eine exklusive Wellness Lounge beherbergt. Ein Gespräch mit dem OASE-Geschäftsführer Helmuth Gaber und der Inneneinrichterin und Stylistin Marthe Gustavsson über ein neues Highlight in der Wellness-Welt.

Die OASE hat sich als Ort der Entspannung seit vielen Jahren als Marktführer etabliert. Wie entstand die Idee, zusätzlich eine Wellness Lounge einzurichten?
Helmuth Gaber: Das waren ganz pragmatische Überlegungen. Als der Trend Wellness vor 15 Jahren richtig Fahrt aufgenommen hatte, gab es Angebote wie die OASE noch nicht in der Dichte wie heute. Wir konnten annährend einhundert Prozent der potenziellen Besucher mit Affinität zu Sauna und Fitness bedienen. Je größer das Angebot mit den Jahren wurde, umso individueller wurde es auch. Umso mehr stellten wir fest, dass eine bestimmte Klientel alternative Angebote suchte. Kleiner, feiner, exklusiver.

Die Zielgruppe, auf die die Wellness Lounge zugeschnitten ist?
Gaber: Ganz klar. Unsere Erfahrung ist, dass sich eine bestimmte Klientel in der großen und auch sehr stark frequentierten Saunalandschaft nicht mehr so wohl fühlt. Menschen, die den besonderen Augenblick gerade nicht in geselliger Umgebung erleben wollen, sondern mit sich selbst in einem entsprechenden exklusiven und ruhigen Ambiente. Mit der Wellness Lounge wollen wir die Klientel zurückgewinnen, die uns in den vergangenen fünfzehn Jahren abhanden gekommen ist.

Und denen verschaffen Sie ein Rückzugsgebiet aus der Hektik des Alltags?
Gaber: Ganz einfach, weil die Möglichkeit in der Freizeit völlig ungestört zu sein und auch nicht kommunizieren zu müssen gerade hier gegeben ist.

Ein kleines Reich für sich?
Gaber: Sie ist sogar, wie wir das bezeichnen, ein kleiner Wellness-Himmel in Norddeutschland.

Zur Wellness Lounge gehört auch ein Club, was bedeutet das?
Gaber: Wir müssen natürlich darauf achten, die Exklusivität sicherzustellen. Wenn ich wie in der großen Saunawelt Tagesgäste ungesteuert zulasse, komme ich irgendwann an die Kapazitätsgrenze. Um eine Überfüllung zu verhindern, steuern wir das Ganze indem wir einen Club geschaffen haben. Für die Wellness Lounge muss man Clubmitglied werden. Droht ihr eine Überfüllung, setze ich einen Aufnahmestopp. So kann den Kunden garantiert werden, hier relativ allein für sich zu sein – privat und exklusiv.

Auf welche Mitgliederzahl sind die Räumlichkeiten und Einrichtungen zugeschnitten?
Gaber: Das Raumgefühl der Premium-Kundschaft ist irgendwo zwischen 600 und 700 Quadratmeter ausgerichtet. Wir haben etwa 900 Quadratmeter, dazu einen Terrassenbereich, der ab Frühling bis Spätherbst auch Outdoor-Betrieb ermöglicht,  eine riesige begrünte Dachterrasse mit Gartencharakter. Das war das erste Kriterium: Dem Premiumkunden mehr bieten, als er es von anderen großen  Klubanlagen kennt. Wir haben je 40 Umkleideschränke für Damen und Herren, die Kapazität wäre also theoretisch 80 Personen. Wir streben nicht an, die Kapazität auszuschöpfen, um die Exklusivität zu wahren.

Wellness Lounge ist ein modernes Wort, ist Ihr Einrichtungskonzept auf Mode und Moderne ausgerichtet?
Marthe Gustavsson: Nein, überhaupt nicht. Unsere Ausrichtung zielt mehr auf Stil und Beständigkeit.

Spielen bei der Einrichtung auch Gegenstände eine Rolle, um eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen?
Gustavsson: Selbstverständlich. Mit Einrichtungsgegenständen erzeugt man ja diese Atmosphäre im hochwertigen Stil. Wir haben bei der Einrichtung mit sehr vielen schönen Antiquitäten gearbeitet, in Kontrast zu dem USM-Mobiliar mit einigen sehr modernen Teilen. Zum Teil sind die Antiquitäten mehrere hundert Jahre alt. Wandbehänge, chinesische Beistell-Möbel, Sideboards aus Asien, im Ruheraum gibt es eine wunderschöne Doppel-Flügeltür in altem Rot aus Holz, die aus Indonesien stammt. Alles wirkliche Antiquitäten, keine Kopien.

Haben Sie eine Methode, wie man diese Atmosphäre einer konzentrierten Ruhe schafft, in der  man sich von den Anforderungen des Alltags entkoppeln kann?
Gustavsson: Auf alles Überflüssige verzichten. Also keinen Tüddelkram. Klare Linie, sehr schöne Produkte. Nicht dass das Auge überfüttert wird. Es soll ein Ort der Konzentration und der Entschleunigung sein, an dem man das Gefühl hat, in einer anderen Welt zu sein.Allen Gegenständen wohnt eine Konzentration inne. Die alten Möbel haben alle ein wenig Patina. Der Tresen aus China etwa mit seinen sanften Farben. Wir haben überhaupt keine grellen Farben verwendet.

Besinnung auf sich selbst ist für viele Menschen verbunden mit dem Motto „zurück zur Natur“. Spielen Naturstoffe bei Ihrer Einrichtung eine Rolle?
Gustavsson: Sogar eine wesentliche. Reet zum Beispiel. Auf der Terrasse haben wir große Schirme aus Reet. Das Ruhe ausstrahlende Reet steht in großen Vasen vor Fenstern oder als Raumteiler. Der Lehmputz an den Wänden erzeugt ein ganz besonderes, dazu sehr gesundes Klima, er nimmt Feuchtigkeit auf, gibt Feuchtigkeit ab. Im unteren Bereich haben wir sehr viel Weichholz, Baumstämme, duftende schwarze Seifen in Holzschalen, Oliven.

Wie lange hat es gedauert von der Idee bis heute?
Gaber: Vor drei Jahren begannen die ersten Planungen. Vor zwei Jahren waren wir so weit, dass wir genau wussten, was wir wollen und was wir können. Vor genau 17 Monaten wurde mit dem Bau begonnen, und vor sieben Monaten haben wir Frau Gustavsson für die Inneneinrichtung kennengelernt. Unser Chefarchitekt und Bauleiter war Jürgen Renziehausen. Darüber hinaus haben wir mit den Unternehmen Weber Wellness Class und für die Haustechnik mit dem Heizungssanitärbetrieb Kirschenlohr zusammengearbeitet.

Verbindet sich für Sie mit der Wellness Lounge auch eine Haltung zum Leben?
Gaber: Wenn man so eine Einrichtung führt, sieht man am Verhalten, an den Erwartungen und Wünschen der Kunden auch einen Teil des gesellschaftlichen Lebens in der Freizeit. Wir müssen eine Bühne schaffen, ein Schauspiel anbieten, mit unseren Mitarbeitern etwas schaffen, das die Atmosphäre und das Erlebnis trifft, das dem Bewusstsein der Kunden für Wohlbefinden entspricht. Nach dem Motto: Das tut mir gut.

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Das große Ganze besteht aus zahllosen Details,
die miteinander harmonieren müssen.
Die Inneneinrichterin Marthe Gustavsson und Geschäftsführer Helmuth Gaber waren sich einig:
Stil geht vor Mode.

Titelfoto (Frau): fotolia.de / gudenkoa
Fotos: Hemmje

OASE WELLNESS LOUNGE – First Class Spa


OASE im Weserpark – Hans-Bredow-Straße 17 – 28307 Bremen – Telefon: 0421 4 27 47 -14/-17
www.oase-weserpark.de